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Im September 2006 starteten unsere Musikschule das Unterrichtsangebot der Kurs Afrikanisches Trommeln. Seit März 2009 gibt es zusätzlich das Kursangebot Arabisches Trommeln.
Spüren Sie die Faszination von Rhythmen und Trommeln. In unseren Kursangeboten für gibt es die Möglichkeit, gemeinsame Rhythmuserfahrungen zu machen
und afrikanische/arabische Rhythmen kennenzulernen und zu spielen.
Nachstehend finden Sie die wichtigsten Information zum Kursangebot Trommeln. Die Anmeldung ist jederzeit in unserem Musikschulbüro möglich.
Trommeln mit traditionellen afrikanischen und arabischen Instrumenten
Die Tausend Gesichter der Djembe:
„Sie brüllt, kreischt und schreit, sie flüstert und sie singt.
Die Durchdringungstiefe ihres Basses und die durchdringende Klarheit ihrer Schläge sind Zeugnis des Reichtums ihrer Geschichte.
Es ist die Trommel mit tausend Gesichtern. Jede einzelne zeigt ihre eigene, einzigartige Beschaffenheit.“
Die Djembe, eine kelchförmige Trommel, gehört zum musikalischen Erbe der Malinke- und Sousou-Stämme Guineas in Zentralwestafrika. Sie ist ein
Instrument der Kommunikation zwischen Dörfern, Religionen, Ländern und sogar Kontinenten.
Sie wird in einem Stück aus einem ausgehöhlten Baumstamm gefertigt und mit einem geschorenen Ziegenfell bespannt. Der Grad der Spannung wird durch
die Schnüre an der Trommel reguliert und bestimmt die Tonhöhe. Die Djembe des Solospielers ist meist deutlich höher gestimmt, als die Begleit-Djemben.
Die Djembe wird mit den Händen gespielt, wobei die Differenzierung der Klänge durch verschiedene Anschlagarten und Handstellungen erreicht wird. Ihr
Klangspektrum ist sehr vielfältig und reicht von einem tiefen Bass über mittlere Klänge bis zu einem hellen, fast schon metallisch klingendem „Slap“.
Die Basis eines Rhythmus bilden die Basstrommeln. Ihre zylinderförmigen Körper werden auf beiden Seiten mit Kuhfellen bespannt. Der Spieler schlägt
auf einer Seite mit einem Holzstock auf das Fell während die andere Hand mit einem Metall- oder Holzstab die Eisenglocke spielt. Die Basstrommeln haben drei verschiedene Größen:
Die größte und auch tiefste wird Dundunba genannt und gibt dem Rhythmus Tiefe, Kraft und eine große rhythmische Dimension.
Die mittlere, die Sangban ist das Herz und verleit dem Rhythmus den gewissen Groove.
Die Kenkeni, die kleinste Trommel, gibt meist den Takt an und vervollständigt die Bassmelodie.
Die Glocken bringen eine weitere Klangfarbe in den Rhythmus. Sie füllen den Raum zwischen den Schlägen auf dem Fell. Die Glockenstimme gibt
dem Spieler und Zuhörer zum einen Orientierung und ist zum anderen oft für das „Anheizen“ eines Stückes verantwortlich.
Die Darabuka
dagegen ist das „Herz“ der arabischen Trommelwelt. Auch sie findet ihren Platz in den unterschiedlichsten Musikrichtungen. Die Darabuka (auch als Derbouka oder Darbouka bezeichnet) besteht aus einem kelchförmigen Körper, der in der traditionellen Bauweise aus Ton gefertigt wurde und mit Fischhaut oder Ziegenhaut bespannt war. Moderne Darabukas sind oft aus Metall gefertigt; die Trommelfelle sind meist aus Kunststoff, die erfahrungsgemäß leichter zu wechseln und zu stimmen sind, als bei den traditionellen Instrumenten. Naturfelle erzeugen allerdings einen wärmeren Klang mit höherem Bassanteil.
Auf der Darabuka sind zwei grundlegende Schläge zu erzeugen – der Basston „dum“ (mit der ganzen Hand in der Mitte zwischen Rand und
Mittelpunkt gespielt) und der hohe Ton „tak“ (mit den Fingern direkt am Rand gespielt). Von beiden Grundklängen können zahlreiche technische und klangliche Varianten abgeleitet werden.
Auf was wird im Unterricht Wert gelegt?
- Orientierung und Einführung in die afrikanische und arabische Rhythmuswelt
- Gezielte Anleitung zum Aufbau der Spieltechnik
- Hintergrundwissen zur Bedeutung der Rhythmen und Instrumente
- Die Grundrhythmen bilden die Voraussetzung für den Einstieg in afrikanische / arabische Musikwelt.
- Durch ausdrucksstarke, in den Kursen vermittelte Spieltechniken werden diese Basisrhythmen in faszinierender Weise „belebt“.
- Musikalität und Sensibilität für die Schwingungen der Rhythmen wird auf dem jeweiligen Erfahrungsstand der Gruppe systematisch aufgebaut, sowie individuell
gefördert und vertieft.
- Solo-Abläufe
- Breaks und Improvisation
- Mehrstimmiges Zusammenspiel
Welche Art von Musik kann gespielt werden?
Die Djembe/Darabuka wird vielseitig eingesetzt:
- Traditionelle Rhythmen (wie beispielsweise aus dem afrikanischen, arabischen, afro-brasilianischen oder aus dem kubanischen Raum)
- Ensemble- und Solospiel
- Begleitung verschiedener Musikstücke
und Arrangements
Anforderungen an die Schülerin/den Schüler
- Vorkenntnisse nicht erforderlich
- Spaß und Interesse am Zusammenspiel
- Bereitschaft sich auf Unbekanntes
und Neues einzulassen, um neuen Erfahrungen Raum zu geben
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Material, Körper und Klang
Wer ist geeignet?
- Alle von 10 bis 100 Jahren...
Was wird benötigt?
- Djembe / Darabuka (falls vorhanden).
- Preis einer Djembe/Darabuka: ab ca. 100 Euro aufwärts.
Für den Unterricht werden bei Bedarf Djemben von der Musikschule gestellt.
Der Unterricht findet in zwei 5-monatigen Abschnitten (Oktober bis Februar / März bis Juli) statt. Das Entgelt beträgt pro Kursabschnitt 90 EUR zzgl.
5 EUR Benutzungsgebühr für die Djemben. Die Benutzungsgebühr entfällt für jene Teilnehmer, die eine eigene Djembe beim Unterricht einsetzen. Bei Fragen zum Erwerb einer Djembe/Darabuka stehen die Kursleiter und die
Musikschule gerne beratend und hilfreich zur Verfügung!
Unterrichtsform / Termine / Entgelt
Gruppenunterricht (45 Min./Woche bei 5-7 Schülern) Gruppenunterricht (60 Min./Woche bei 8-10 Schülern)
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